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Bakterielle Erkrankung

In natürlichen Gewässern wie Bächen, Flüssen und Seen ist es die Aufgabe von Parasiten und Bakterien, schwache, verletzte und alte Fische zu befallen und zu eliminieren. Da dort nur wenige Fische ein großes Wasservolumen besiedeln (vielleicht 1 Fisch auf 10 m³) gibt es praktisch keine Übertragung auf gesunde und starke Fische, Fischkrankheiten treten selten auf.  Gesunde, starke Fische können ohne Probleme mit einem geringen Befall an Parasiten leben. Schwierig wird es erst in Extremsituationen, z.B. Neubesatz mit infektiösen Fischen, aber auch lange, kräftezehrende Winter. Die Fische haben über einen längeren Zeitraum keine oder nur wenig Nahrung aufgenommen. Ihr Immunsystem ist geschwächt, sie können keine Schleimhaut nachproduzieren - den natürlichen Schutz gegen Parasiten. Im Gartenteich ist die Situation jedoch extremer, da relativ viele Fische auf engem Raum zusammenleben.  (1 Fisch und mehr pro m³ ) Den Parasiten fällt es jetzt besonders leicht einen neuen „Wirt“ zu finden und so kann es in kürzester Zeit zu einer Massenvermehrung kommen.

Folgende Vorsichtsmaßnahmen können eine Katastrophe verhindern:

  • für gute Wasserwerte Sorge tragen
  • regelmäßig Nitritgehalt, pH-Wert und KH-Wert überprüfen
  • qualitativ gutes Fischfutter füttern  
  • „Neue Fische“ gehören für die ersten 6-8 Wochen in ein ausreichend großes Quarantänebecken mit eingelaufenem Filter. 
  • In Fischteichen darf die Filteranlage im Winter nicht abgeschaltet werden. Um ein Auskühlen und Zufrieren zu verhindern, den Teich dunkel abdecken und evtl. etwas zuheizen. 
  • Die Luftpumpen müssen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr durchlaufen.

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem Buch „Koi“.

Wenn trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen eine bakterielle Infektion auftreten sollte, kann Ihnen ein auf Fischkrankheiten spezialisierter Tierarzt helfen. Der Tierarzt wird dann anhand eines mehrere Tage dauernden Antibiogramms feststellen können, welches Antibiotikum anzuwenden ist.
Wenn Soforthilfe angesagt ist oder Sie keinen Tierarzt in der Nähe haben, empfiehlt sich der Einsatz von Bactomortus.

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