Kiemenschaden

Die Fische brauchen gesunde Kiemen um:

  • Sauerstoff aus dem Wasser aufzunehmen
  • den im Körper durch Stoffwechselvorgänge produzierten, giftigen Ammoniak ans Wasser abzugeben.

Ist die Kieme geschädigt, ersticken die Fische, auch wenn genug Sauerstoff im Wasser gelöst ist. Zusätzlich vergiften sie sich, da sie den anfallenden Ammoniak nicht mehr abgeben können.

Kiemenschäden entstehen durch:

  • Neubesatz mit Fischen, die schon eine Kiemenschwellung oder Kiemennekrose haben.
  • Solche Fische sind hochinfektiös.
  • starke Fütterung bei gleichzeitig hohen pH-Werten über 8,5
  • Ammoniak/Nitrit-Vergiftung durch Überbesatz 
  • Ammoniak/Nitrit-Vergiftung durch zu kleine, neue oder fehlende Biofilter

Die Kiemenblättchen verätzen, auf diesem vorgeschädigten Gewebe siedeln sich infektiöse Keime an, die verhindern, dass sich die Kieme von selbst regeneriert.

So erkennen Sie Kiemenschäden:

  • Die Fische stehen an den sauerstoffreichsten Stellen im Teich, z.B. unterhalb vom Bachlauf, in der Nähe der Luftausströmer oder an den Zuläufen vom Filter zurück in den Teich.
  • Die Fische hängen an der Wasseroberfläche und atmen den Wasserfilm ein.
  • Sie sehen bei den Fischen deutliche Atembewegungen von Maul und Kiemen (im Normalfall sehen Sie kaum die Fische atmen). Nur wenn die Fische erregt sind (z.B. weil es Futter gibt), bemerken Sie die Atmung.

Eine gesunde Kieme sieht satt rot aus, sie darf keine Verschleimung oder graue und verpilzte Stellen aufweisen.

Für den Fall eines Kiemenschadens muss die Fütterung sofort für mindestens 2-3 Wochen eingestellt werden. Und die Wochen danach nur sparsam füttern!
Zusätzlich müssen die Fische mit Oxygen behandelt werden, da der freiwerdende Aktivsauerstoff die Keime und Entzündungen auf den Kiemen entfernt.

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