So überwintern Ihre Teichbewohner sicher im Gartenteich

18.10.2017

Einer der wichtigsten Parameter ist ein ausreichender Sauerstoffgehalt des Teichwassers.  Im Gegensatz zu Naturgewässern haben Gartenteiche in der Regel ein wesentlich geringeres Wasservolumen, aber gleichzeitig eine verhältnismäßig hohe Anzahl an Lebewesen, die natürlich viel Sauerstoff benötigen. 

 

Wenn in langen, strengen Wintern Fische, Amphibien oder Larven verenden, hat dies nur indirekt mit der Eisdecke zu tun. Der eigentliche Grund besteht darin, dass wegen der oft mit Schnee bedeckten Eisdecke kein Sauerstoff in den Teich gelangt bzw. keiner gebildet werden kann (die Photosynthese der Unterwasserpflanzen und Algen im Teich funktioniert nur mit Licht). Also sterben die Tiere wegen Sauerstoffmangel. Eine weitere Todesursache sind Faulgase, die durch faulendes Laub und mindestens 5 cm dicke Schlammablagerungen entstehen (mangelnde Teichpflege).

 

Beiden Ursachen kann mit ausreichender Belüftung entgegengewirkt werden. Wird Luft eingeblasen, erhöht sich der Sauerstoffgehalt. Durch die aufsteigenden Luftblasen entstehen außerdem Löcher im Eis, durch die die Faulgase entweichen können.  Die Luftausströmer sollten allerdings nicht an der tiefsten Stelle des Teiches platziert werden, da sonst das etwas wärmere Tiefenwasser verwirbelt wird und der Teich zusätzlich auskühlt. Eine Stelle etwas abseits im 40-60 cm tiefen Wasser ist ausreichend. 

 

Da es auch im Sommer zu Sauerstoffmangel kommt, vor allem früh morgens an heißen Tagen, ist es wichtig, den Teich jeden Tag rund um die Uhr zu belüften. 

 

Für Teiche mit wenigen oder kleinen Fischen genügt in der Regel eine kleine Belüftungspumpe mit 5-10 Watt und 1-2 Luftausströmern, oder alternativ, wenn kein Strom am Teich verfügbar ist, ein Oxydator. 

 

Für Koiteiche gibt es entsprechend leistungsstärkere Geräte.

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