Schwebealgen im Teich

20.06.2018

Was sind überhaupt Schwebealgen? 

 

Welche Maßnahmen sind sinnvoll? 

 

Als Schwebealgen bezeichnet man mikroskopisch kleine Algen, die das Teichwasser grün färben. 

 

Im Teich treibende Algenpartikel sind keine Schwebelagen, sondern abgestorbene Fadenalgen. Diese Partikel sind so fein, dass sie mit herkömmlichen Filtern nicht aus dem Wasser gefiltert werden können. (Ausnahme bilden Trommelfilter und Fließ-Bandfilter). 

 

Mit einem einfachen Trick können Sie dieses Problem lösen:

Binden Sie auf den zum Teich zurückführenden Schlauch ihrer Pumpe einfach eine Feinstrumpfhose. Diese filtert selbst so feine Partikel aus dem Wasser.

 

Das Phänomen "Grünes Teichwasser tritt vorwiegend im Frühjahr auf.

Im Teichwasser sind Nitrat und Phosphat als Dünger gelöst. In Kombination mit Sonnenlicht fördern sie starkes Pflanzen- bzw. Algenwachstum.  

 

Wenn dann im Laufe von Wochen die Vegetation zunimmt (Pflanzen in der Uferzone, Unterwasserpflanzen) wird der Dünger von diesen Pflanzen aufgenommen und verbraucht.  Das Wasser im Teich klärt sich. Zusätzlich sorgen die Blätter der Seerosen und Schwimmblattpflanzen für den nötigen Schatten. 

 

Wenn jetzt aber nicht genügend Pflanzen vorhanden sind (die bepflanzte Sumpfzone muss mindestens so groß sein wie die Wasserfläche, bei Teichen mit Fischen besser doppelt so groß) nutzen die verschiedensten Algenarten die Nährstoffe. 

 

Diese Algen werden dann natürlich bekämpft.

  • Schwebealgen z.B. mit UV Licht
  • Fadenalgen mit Algenmitteln z.B. Oxygen oder Alg Ex Bio

 

Die Alge stirbt ab, der zum Wachsen nötige Nährstoff wird wieder an das Wasser abgegeben.  Eine neue Algengeneration wächst heran. 

 

 

Um diesen Kreislauf zu unterbrechen müssen die Nährstoffe reduziert werden. Entweder

  • durch intensive Bepflanzung des Teiches     oder
  • mit dem Einsatz von Clear Water Tabs

 

Clear Water Tabs sind eine Kombination denitrifizierender Bakterien. Das sind Mikroorganismen, die Nitrat, Phosphat und organische Masse wie Schlamm, Fischkot, Futterreste vergasen. Sie senken pro Woche den Nitratgehalt um etwa 10 mg/l.

Bei vielen Gartenteichen liegt der Nitratgehalt zwischen 40 mg/l bis 100 mg/l. Das ist abhängig vom Fischbestand, Laubbäumen, Brunnenwassernutzung.  

 

Deshalb dauert es oft 5 bis 10 Wochen bis das Teichwasser nährstoffarm ist. In der Regel müssen Sie etwa drei bis acht Wochen rechnen, bis sich grünes Teichwasser klärt und das Algenwachstum 
nachlässt. 

 

MERKE: NUR ÜBER EINE STÄNDIGE NITRATREDUZIERUNG KANN EIN GEWÄSSER AUF DAUER INTAKT BLEIBEN!

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